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Die Geschichte der Schule geht zurück auf die Gründung durch das Kloster der Franziskanerinnen von Maria Stern

Im Jahr 1867 plante der damalige Stadtpfarrer und Lokalschulinspektor Michael Wildegger, der auch Reichstagsabgeordneter war, ein „Filialinstitut für Klosterfrauen“, das den „Unterricht für Mädchen und eine Arbeitsschule sowie eine Kleinkinderbewahranstalt“ übernähme. Damit sollten nicht nur bessere Bildungsmöglichkeiten für Mädchen geschaffen, sondern es sollte die katholische Sache im evangelischen Ries gestärkt werden. Generaloberin M.Salesia Ellersdorfer war bereit in der „Diaspora“ eine solche Schulfiliale zu gründen.

1868 kamen die ersten Sternfrauen und ihre Tätigkeit begann unter sehr bescheidenen Umständen, doch die Zahl der Schülerinnen stieg rasch. Die Schulzeit dauerte zehn Jahre, begann mit der privaten Elementarschule, an die sich die Fortbildungsschule mit auch technischen Fächern, vor allem den weiblichen Handarbeiten, anschloss; zudem wurde Unterricht in Fremdsprachen und Musik (Klavier, Zither und Gesang) erteilt.Schon bald musste ein Erweiterungsbau auf benachbarten Grundstücken geplant werden.

1894/95 wurde ein neues Schulgebäude errichtet, an das bis 1909 mehrfach angebaut wurde bis ein großer Komplex im Stil des Historismus im Herzen der Nördlinger Altstadt entstanden war.

Während des 1.Weltkriegs dienten Teile des Schulgebäudes als Lazarett (die Schwestern sollen 1320 Verwundete versorgt haben).

Die Zeit des Dritten Reichs, als die Schule etabliert war und florierte, brachte die allenthalben von christlichen Schulen erlittenen Einschränkungen. In den Kriegsjahren war das Schulgebäude immer wieder Lazarett oder Unterkunft für evakuierte Schüler aus Norddeutschland, nach der Kapitulation Quartier für Besatzungssoldaten.

Doch konnte bereits im Dezember 1945 wieder mit dem Unterricht in der Mittelschule begonnen werden. Die Leitung der Schule übertrug man wieder einer Sternschwester.

Der rasch zunehmenden Schülerzahl stand bald eine sinkende Zahl von Schwestern gegenüber, so dass auch private Lehrer eingestellt wurden.

1983 wurde das alte Gebäude der jetzt Realschule genannten Schulform, abgebrochen und bis 1985 durch einen Neubau ersetzt. Den Anstoß dazu gaben weiterhin steigende Schülerzahlen und der Entschluss, auch Jungen in die Schule aufzunehmen.

Abbruch und Neubau lösten in der Stadt große Kontroversen aus; ein Teil der Bevölkerung , auch die Denkmalpflege, opponierte dagegen, doch der Bau wurde umgesetzt und am 30.Oktober 1987 eingeweiht.

Zwischenzeitlich hat die Trägerschaft der Schule das Schulwerk der Diözese Augsburg übernommen.


Seit dem Schuljahr 2017/18 gibt es ein Angebot zum Offenen Ganztag.
Außerdem wird ab dem Sept 2017 der vernetzte Unterricht (VU) in der Jahrgangsstufe 5 durchgeführt und damit der letzte noch fehlende Baustein der Marchtaler Plan-Pädagogik umgesetzt. Mehr dazu erfahren Sie im Menüpunkt „Marchtaler Plan“.


Quelle: Festschrift 750 Jahre Franziskanerinnen von Maria Stern in Augsburg, „Von Gottes Stern geführt“ Band 1: Geschichte und Gegenwart, Kunstverlag Josef Fink (Lindenberg) 2008, S. 231 ff